K+S Aquaponic Container

Wie ein Container mit Salat und Karpfen dabei helfen kann, sinkenden Agrarflächen entgegenzuwirken, zeigt der K+S Aquaponic Container in Kassel. Während die Weltbevölkerung immer weiter wächst, nimmt die landwirtschaftliche Fläche stetig ab. Die Prognose: Bis 2050 steht jedem Menschen 60 Prozent weniger Nutzfläche zur Verfügung als noch 1970. Um diese Herausforderung zu meistern, braucht es neue Anbaumöglichkeiten. Eine davon ist Urban Farming – die Erschließung von Flächen für die Landwirtschaft im städtischen Raum.

Der K+S Aquaponic Container ist ein Projekt des firmeneigenen InnovationLabs und vereint die Anbauweisen von Vertical Farming und die Aufzucht von Fischen in einem Kreislauf. Die Ausscheidungen der Fische dienen dem Salat als Dünger, die Pflanzen wiederum reinigen das Wasser für die Fische.

Unser Video zum K+S Aquaponic Container finden Sie hier.

Das Verhältnis von Salat und Karpfen im K+S Aquaponic Container ist so aufeinander abgestimmt, dass Pflanzen und Fische ein sich ergänzendes Biosystem bilden. Lediglich Futter für die Fische muss hinzugeführt werden. Das automatisierte und digitalisierte System veranschaulicht eine Möglichkeit von Urban Farming. Zugleich können daraus nützliche Erkenntnisse zur Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Prozesse auf begrenztem Raum gewonnen werden.

Der Farmcontainer ist für zwei Jahre direkt vor dem K+S-Firmensitz an der Bertha-von-Suttner-Straße 7 zu sehen.

Newsflash

  • Erste Ernte, 100 Salate wurden an die Mitarbeiter in Kassel verteilt.

  • K(arpfen) und S(alat). Neue Salatbefüllung für den Aquaponic Container.

  • Enthüllung des Aquaponic Containers durch den Oberbürgermeister Christian Geselle, Dr. Burkhard Lohr und Alexa Hergenröther.

  • Der K+S Aquaponic Container ist in Betrieb. Er war zuvor seit 1999 im Einsatz und ging acht- bis zehnmal pro Jahr für K+S auf Reisen.

  • Der Farmcontainer wird vor dem K+S Firmensitz an der Bertha-von-Suttner-Straße platziert.

  • Der Container macht sich auf den Weg nach Kassel.

  • Die Vorbereitungen für den Metallrahmen der Fenster werden gemacht.

  • Die Arbeiten am Container starten mit Ausschnitten für die Verglasung.

  • Sensorik und Steuerung für den Aquaponic Container werden getestet.

  • 2018

    Der Container kommt in München an. Er war vorher viele Jahre für die Logistik von K+S im Einsatz.

  • Das technische Konzept wird weiter verfeinert.

  • Die erste Vision des K+S Aquaponic Containers.

    2017

Innovationlab

Wachstum braucht neue Ideen. Wir, das InnovationLab von K+S, verankern diese Überzeugung aktiv in der Kultur des Unternehmens. Im Gegensatz zu Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im klassischen Sinn geht es bei uns auch um die Betrachtung gesellschaftlicher Trends und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die auf den ersten Blick nicht direkt etwas mit dem Unternehmen zu tun haben. Unser InnovationLab – kurz InnoLab – ist eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, aber auch zum kritischen Hinterfragen neuer Ansätze. Dabei sind wir stets auf den Erwerb von zukunftsfähigem Wissen bedacht, das im Alltag Anwendung finden kann.

Seit Januar 2017 arbeiten wir unter anderem an Konzepten zur Sicherung der Welternährung – von Technologien und Prozessen bis hin zu digitalen Ideen. Unsere Arbeit stellt einen zusätzlichen Ansatz zu den etablierten Pflanzennährstoffprodukten von K+S dar. Das Ziel ist es, globale Megatrends aktiv mitzugestalten und so ein neues Portfolio an Produkten und Services zu schaffen.

Sie wollen mehr über das InnovationLab erfahren? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an innolab@k-plus-s.com.

Unsere Themen

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01Urbanisierung

Bereits heute lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. 2050 werden es Schätzungen zufolge bis zu 75 Prozent sein. Diese Entwicklung verlangt nach innovativen Konzepten für das Leben in urbanen Zentren. Wir verstehen unter Urbanität unter anderem das zunehmende Verschwimmen der Grenzen von Stadt und Land. Deshalb widmen wir uns mit dem K+S Aquaponic Container dem Bereich Urban Farming. Außerdem sammeln wir Ideen für neue Konzepte des gemeinschaftlichen Lebens auf begrenztem Raum. Die smarte Vernetzung der Stadtbewohner soll eine ganz neue Ebene der gegenseitigen Unterstützung ermöglichen. Konzepte für ökologische Städte helfen dabei, die von urbanen Zentren ausgehenden Umweltbelastungen einzudämmen und die Lebensqualität zu erhöhen.

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02Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist nach wie vor ein gesellschaftliches Thema von hoher Relevanz. Dementsprechend wichtig ist es für uns, unsere Konzepte unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit zu betrachten. Wir verstehen Economy als Reconomy: Die Wiedernutzung von ausgedienten Gegenständen, ist dabei nur ein Lösungsansatz. Für den K+S Aquaponic Container wurde beispielsweise ein bereits ausrangierter Container wiederverwertet. Im Bereich Technologie haben wir vor allem ökologisch unbedenkliche Verfahrensweisen im Blick – Ressourcenschonung und Emissionsreduktion haben dabei eine hohe Priorität. Alternative Anbaumethoden wie Aquaponic können einen Beitrag zur ressourcensparenden Produktion von Nahrungsmitteln leisten. Durch den Anbau in einem platzsparenden Container kann in der näheren Umgebung produziert werden. Somit entfallen lange Transportwege.